Vision Elbsandstein

Historie

Seit den Anfängen des Tourismus in der Sächsischen Schweiz gehört der Große Winterberg zu einem der beliebtesten Ausflugsziele des Elbsandsteingebirges. Er ist mit 556m die höchste Erhebung der rechtselbischen Sächsischen Schweiz. In seinem oberen Teil besteht der Berg aus Basalt, der Sockel wird aus Quadersandstein gebildet. Über die Südseite verläuft die Staatsgrenze zur Tschechischen Republik.

 

Schon 1819 wurde auf dem Südgipfel das erste Unterkunftshaus errichtet, dass jedoch kurz darauf abbrannte und dann wieder aufgebaut wurde. Ein erstes Aussichtsgerüst entstand 1835. In den Jahren 1840–1846 wurden das noch heute existierende Berghotel mit dem Aussichtsturm nach Plänen der Architekten Marx und Hänel im Schweizerhausstil erbaut. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz. Es wurde im Laufe der Zeit durch mehrere Anbauten für Hotel- und Gastronomienutzung ergänzt. Nach einer wechselhaften Nutzung nach 1945 (HO-Gaststätte, Besetzung durch die Rote Armee während der Niederschlagung des Prager Frühlings, Wohnheim der Zollverwaltung, Betriebsferienheim) wird es seit Mai 1994 wieder als Berghotel bewirtschaftet.

 

Der ab den 1970er Jahren gesperrte Aussichtsturm, der ebenfalls mehrere Umbauten erfuhr, wurde zwischenzeitlich saniert, die Aussichtsplattform auf ihre ursprüngliche Gestaltung zurückgeführt und für die Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.

 

Auch das südöstlich vorgelagerte ehemalige Eishaus, dass früher als Kühlhaus für die in der Gastwirtschaft verwendeten Eisblöcke diente, erhielt eine öffentliche Nutzung. Hier präsentiert sich der Nationalpark mit einer kleinen Ausstellung.

Konzept

Das Berghotel Großer Winterberg wurde in der Vergangenheit mehrfach umgebaut und erweitert. Die einzelnen Gebäude spiegeln die unterschiedlichen Bauphasen wieder und sind zum Teil in schlechtem baulichen Zustand. Bereits im Jahr 2000 erarbeitet das Büro BIELENBERG ARCHITEKTEN ein Gesamtkonzept zu Umbau und Sanierung des Anwesens. Sowohl die Erschließung als auch die Nutzung der einzelnen Gebäudeteile wird dabei neu organisiert. Parallel dazu werden Grundrisslösungen entwickelt, die das Angebot des Hotel- und Gaststättenbetriebs erweitern und die Attraktivität steigern.

 

Die Gebäude sollen in mehreren Bauabschnitten behutsam saniert, teilweise zurückgebaut oder ergänzt werden. Dabei wird versucht sowohl die einzelnen Gebäude, als auch die unterschiedlichen Bauphasen in ihrer Eigenart ablesbar herauszuarbeiten, aber auch die Einzelbaukörper über eine gemeinsame Architektursprache zu einem Gesamtensemble zusammenzuführen.

 

Ergänzt werden die Gebäude durch Terrassenanlagen auf unterschiedlichen Höhenniveaus. Rückbauten einzelner Gebäudeteile und die momentan unbefriedigende Zugangssituation auf die Terrassen bzw. vom Wanderweg zur Gaststätte macht eine Neuplanung der Freibereiche ebenso notwendig, wie die Organisation der Anlieferung ohne gegenseitige Störung mit dem Gaststätten- und Hotelbetrieb.

 

Bei der Neuordnung der Erschließung werden Publikums- und interner Verkehr weitestgehend entflochten. Der Zugang für die Besucher auf die Terrassen wird von einer gebogenen Wandscheibe, die in Verbindung mit Haus 2 eine Schlucht bildet, inszeniert. Der Weg führt zunächst auf die untere Terrasse, dann über eine Treppe auf die zentrale Hauptterrasse. Von dort gelangen die Gäste zum Turm oder direkt über den mittigen Eingang in den Gastraum und zu den Hotelzimmern.

 

Als erster Bauabschnitt ist vorgesehen Haus 2 zu sanieren und für den Hotel- und Gaststättenbetrieb zu nutzen. Je zwei Hotelzimmer mit eigenem Bad werden ins Erd- und Dachgeschoss integriert. Eine Brücke über die Zugangsschlucht sorgt gleichzeitig für Distanz von der zentralen Terrasse, aber auch für gute Erreichbarkeit der Zimmer. Erschlossen werden die Zimmer über eine gemeinsame Treppe, die in den bis unters Dach geöffneten zentralen Raum eingestellt ist. So wird auf die vorhandene Gebäudestruktur Rücksicht genommen und trotz der Enge Großzügigkeit vermittelt. Im Untergeschoss können, von außen erschlossen, eine Personalwohnung sowie notwendige Sanitäranlagen für den Terrassenbetrieb der Gaststätte angeordnet werden.

 

Nach der Realisierung aller geplanten Bauabschnitte werden den Hotelgästen attraktive Spa- und Wellnessanlagen im Untergeschoss des Hauptgebäudes zur Verfügung stehen. Neben Sauna, Fitness- und Entspannungszonen wird ein Kneippbecken, das über die Hangkante hinausragt und Wassertreten unter Baumdächern ermöglicht, ein besonderes Erlebnis darstellen. 

Außenbereich - aktuelle Ansichten

Auf Grund der teilweise sehr rauen Witterungsverhältnisse, sind die Fassaden, Dächer und Terrassenanlagen sehr angegriffen und müssten grundlegend saniert werden.

 

Die für den Gast größtenteils nicht sichtbaren Versorgungsmedien haben wir in den letzten Jahren, bis auf die Kläranlage, aus eigenen Mitteln auf Stand der heutigen Technik bringen können.

 

Die Sanierung des Aussichtsturmes erfolgte im Jahr 2008. Die Vorfinanzierung erfolgte seinerzeit über den Freistaat Sachsen.

Innenansichten

Bis 31. Oktober 2017 haben wir unser Restaurant täglich von 11.00 Uhr bis mindestens 17.00 Uhr geöffnet.

Den Herbergsbetrieb mussten wir zum Saisonende 2016 einstellen, da die Betriebserlaubnis für die Kläranlage auslief. Für den Restaurantbetrieb haben wir widererwarten eine Ausnahmegenehmigung für die Saison 2017 erhalten.

Frühstück im Saal (bis 2016)

Unabhäng von allen Baumängeln am Haus und vielen unerfüllten Investitionswünschen betrachten wir Service, Qualität und Wohlfühlcharakter als unsere Leidenschaft. Unser Ziel war und ist immer die höchstmögliche Zufriedenheit unserer Gäste.